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Kirchen
St. Bartholomäus
Die Pfarrkirche St. Bartholomäus zu Kirchehrenbach befindet sich direkt im alten Ortskern. Bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatte es sich gezeigt, dass die bestehende Kirche für die Gläubigen des damaligen Pfarrsprengels zu klein geworden war. Auch die Bausubstanz des gotischen Gebäudes zeigte gravierende Mängel, so dass ein Einsturz des Ziegeldaches befürchtet werden musste. Aus dem Jahre 1749 datiert ein erster Bauentwurf von Johann Roppelt. 1753 liefert der Maurer – und Steinhauermeister Wenzeslaus Schwesner aus Waischenfeld einen detaillierten Kostenvoranschlag für einen Kirchenneubau. Pfarrer Karg von Bebenburg fasst den Beginn der Arbeiten für das Jahr 1754 ins Auge; 1758 wird die auf dem Kirchhof stehende Katharinenkapelle abgebrochen.
1762 kann das benötigte Bauholz in Dreuschendorf erworben werden. Im März 1765 erstellt der Bamberger Stadtmaurermeister Martin Mayer einen summarischen Überschlag der anfallenden Bauarbeiten. Da die Baurechnungen keinen gesonderten Ausgabeposten für die Planerstellung enthalten, darf er als Entwurfsverfasser gelten. Wie seine Vorgänger hat er die neue Kirche um 90 Grad gedreht, so dass ihr Chor gegen Süden gerichtet ist. Dadurch kann der alte Altarraum erhalten werden. Die behauenen Sandsteine der Umfassungsmauern sind bewusst nach dem Vorbild der Basilika zu Vierzehnheiligen gewählt und stammen aus umliegenden Steinbrüchen. Am 1.10.1765 beginnt man mit dem Abbruch des bisherigen Langhauses, am 20.10.1766 wird das Richtfest für das Kirchenschiff und die Sakristei gefeiert, am 29.01.1767 ist der Rohbau vollendet. Im folgenden Sommer gehen die Geldmittel aus, so muss Pfarrer Adam Hagemann um die Aufnahme von weiteren Kapitalien bitten; erst 1771 kann die Kirche von ihm benediziert werden. Nach Vollendung der Innenausstattung konsekriert schließlich im Jahre 1776 der Bamberger Weihbischof Heinrich Joseph Nitschke das Gotteshaus.
![]() Abb.: Pfarrkirche St. Bartholomäus Kirchehrenbach
Baubeschreibung
Der barocke, nach Süden gerichtete Kirchenbau aus unverputzten Sandsteinquadern liegt auf einer sanften Erhöhung inmitten des Ortes; er umfasst ein einschiffiges Langhaus zu drei Fensterachsen und einen gering eingezogenen Chor mit dreiseitigem Schluss. Durch eine Freitreppe erschlossen, erhebt sich die Fassade monumental in drei Geschossen, wobei der mittlere Teil leicht vorspringt; eingefasst wird sie von Kolossalpilastern; im Giebelfeld prangt das Wappen des Bamberger Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim; in den Seitennischen stehen die Sandsteinfiguren, die Heiligen Bartholomäus und Katharina.
Die Längswände der Kirche werden durch Felder, die von Pilastern überschnitten werden, gegliedert. In der Langhaus Nordwand ist noch teilweise der spätgotische Chorbogen zu erkennen. Im Winkel zwischen dem mittelalterlichem Turm und dem barocken Chor ist die einstöckige Sakristei eingefügt. Der Innenraum wird von gedrückten Kreuzgratgewölben oben abgeschlossen. Die Wände und Gewölbe sind schmucklos. Durch hohe korbbogige Seitenfenster wird das Gotteshaus gleichmäßig erhellt.
![]() ![]() Abb.: Das Innere der Kirche; Orgel
Neben der Pfarrkirche St. Bartholomäus gibt es im Ort noch 3 Kapellen:
Die Laurentius-Kapelle am Ortsausgang in Richtung Pretzfeld.
![]() ![]() Abb.: Laurentius-Kapelle
Die Josefs-Kapelle am Bahnhof am Ortsausgang in Richtung Weilersbach/B470.
![]() ![]() Abb.: Josefs-Kapelle
Die Waldkapelle im Lindenanger.
Abb.: Waldkapelle
Und nicht zu vergessen natürlich die Walburgiskapelle auf dem Walberla
![]() ![]() ![]() Abb.: Walburgiskapelle, Hl. Walburga
Ebenfalls erwähnenswert ist der Friedhof der Gemeinde, der zu den schönsten im Landkreis Forchheim zählt. Er liegt am Ortsrand in Richtung Wiesenthau. 2009 wurden Parkplatz, Zufahrt und Friedhofsvorplatz neu angelegt und gestaltet.
![]() ![]() Abb.: Friedhofszufahrt; Vorplatz
Ohne die unzähligen Stunden der Pflege durch die Frauen und Männer Kirchehrenbachs könnte der Friedhof seine heutige Gestalt nicht wahren.
![]() ![]() Abb.: Friedhof
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