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Walberla




Die Ehrenbürg - im Volksmund „das Walberla“ - ist der „heilige“ Berg der Franken.

Namenspatronin ist die heilige Walburga. Ihr ist die Kapelle auf dem Gipfelplateau geweiht.

Das eigentliche Walberla (512 m) ist eine von 2 Anhöhen des Bergmassivs Ehrenbürg, die zweite Erhebung ist der Rodenstein (532 m). 
Abb.: Walberla


Abb.: Informationspavillon
Bereits zur Zeit der Kelten war das Walberla eines der wichtigsten Siedlungsgebiete in Franken. Heute besticht es v.a. durch die Schönheit und Vielfalt seiner Flora und Fauna und natürlich durch das Walberlafest, das einmal im Jahr, immer am ersten Sonntag im Mai, auf dem Berg gefeiert wird. Die Geschichte des Festes geht weit zurück, es gilt als das älteste und als eines der größten seiner Art.

Am neu errichteten Informationspavillon am Fuße des Walberla (gegenüber Gasthaus "Zum Walberla", oberhalb des Parkplatzes) haben Sie Gelegenheit sich ausführlich über die Geschichte und Natur des Berges zu informieren.

Der Informationspavillon ist auch der ideale Startpunkt wenn man den Berg zu Fuß erwandern möchte, was bei gemütlichem Tempo in unter einer Stunde zu schaffen ist.





Dem Pavillon direkt gegenüber kann man den mittlerweile aufgelassenen Hochbehälter "Ehrenbürg" betrachten, der bis zum Jahr 2008 noch einen Teil des Trinkwassers für die Gemeinde lieferte. In ihm sammelt sich das Wasser der sog. "Steingäßlquelle"

Nur wenige Meter oberhalb des Hochbehälters zweigt der Fußwanderweg zum Walberla nach links von der Straße ab. Das „Steingäßl“, oder wie der Volksmund es nennt, „des Staanagäßl“. Der untere Teil des Weges musste asphaltiert werden, da er durch schwere Unwetter in den letzen Jahren sehr stark ausgespült wurde. Da kam es dann auch schon einmal vor, dass man einen Großteil der Steine mitten im Dorf aufsammeln musste.
Abb.: „Staanagäßl“


Abb.: „Staanagäßl“


Nach diesem kurzen asphaltierten Teilstück, wird einem dann auch klar woher das „Steingäßl“ seinen Namen hat und man kann auch deutlich erkennen wo abfließendes Regenwasser den Weg ausgespült hat. Am Ende diesen Teilstücks, das von Obstbäumen flankiert wird, erwartet den vielleicht jetzt schon erschöpften Wanderer dann auch die erste Möglichkeit kurz zu verschnaufen und sich zu setzen. Bereits in diesem Teil des Weges hat man schon einen guten Blick in das Tal und auf das Kreuz.


Nach einer leichten Rechts- und Linkskurve ist man auch schon im letzten Teil des „Steingäßls“. Es liegt herrlich inmitten einiger Felder und lässt einen großzügigen Blick in das Wiesenttal zu und auch das Kreuz ist schon fast greifbar nah.






Hat man das "Steingäßl" hinter sich ist der erste Teil des Aufstiegs auch schon geschafft. Das "Gäßl" endet mit einer weiteren Sitzbank, die einem im August 2009 frisch vermählten jungen Ehepaar geschenkt wurde. Von dort aus geht es nach rechts weiter und man gelangt, an einer Wanderkarte vorbei, auf eine asphaltierte Straße die einen direkt unter dem Kreuz vorbeiführt.

Abb.: Kreuz


Abb.: Aufstieg zum Kreuz


Jetzt folgt das wohl anstrengendste, weil steilste Stück des Aufstiegs an dessen Ende, nach einer scharfen und steilen Linkskurve, der Aussichtspunkt am Kreuz auf einen wartet.

Für die Mühen des Aufstiegs wird der Naturfreund jedoch bereits auf dem Weg entschädigt. Unterwegs erspäht man immer wieder die für das Walberla so charakteristische Pflanzenwelt und die Felsformationen, die den Berg so einzigartig machen.




Ist man nun am Kreuz angekommen hat man nicht nur den zweiten Teil des Aufstiegs hinter sich, sondern wird mit einer herrlichen Aussicht auf Kirchehrenbach, die umliegenden Gemeinden und das untere Wiesenttal belohnt.

Von hier ebenfalls gut zu erkennen sind die Vexierkapelle in Reifenberg und, etwas weiter nordöstlich, die Burg Feuerstein.
Abb.: Kirchehrenbach


Abb.: Walberlaweg


Nach kurzer Pause macht man sich von hier aus nun auf, den letzten Teil des Aufstiegs zu bewältigen. Der Weg verläuft nun in einer langgezogenen Rechtskurve und führt an dessen Ende in ein erstes kurzes Waldstück.

Am Ende diesen Waldstücks macht der Weg wieder eine Linkskurve. Wendet man sich hier nach rechts, kann man erneut den Blick ins Wiesenttal genießen und dabei auch wieder auf einer gemütlichen Bank Platz nehmen. Hier endet die Asphaltierung wieder und der Weg schlängelt sich durch den Wald hinauf auf das Walberla-Plateau.







Im Wald selbst erahnt man bereits, dass nur noch wenige Höhenmeter zu bewältigen sind, da, besonders bei gutem Wetter, der Waldrand deutlich durch die Baumreihen hindurch sichtbar ist. Kurz vor dem Plateau macht der Weg erneut eine Linkskurve, an deren Ende der Wanderer dann endlich von der Walburgis-Kapelle und einer Walburgis-Statue begrüßt wird.
Abb: Walburgiskapelle


Abb.: Rodenstein





Oben angekommen erfreut man sich dann an dem herrlichen Blick auf die Kapelle, über das gesamte Walberla und auf die zweite Erhebung der Ehrenbürg, den Rodenstein.






Vom nordwestlichen Aussichtspunkt des Plateaus hat man einen der herrlichsten Ausblicke über das untere Wiesenttal. Hat man etwas Glück und erwandert den Berg an einem wolkenlosen Tag kann man von hier aus in der Ferne sogar die Städte Bamberg und Erlangen erkennen.
Abb.: Blick ins untere Wiesenttal


Abb.: Blick ins Ehrenbachtal



Von der anderen, der nordöstlichen Seite des Berges, erhält man einen fantastischen Blick in das Ehrenbachtal, der die Ehrenbürg als Zeugen-, bzw. Inselberg von den Ausläufern der Fränkischen Alb abgeschnitten hat. Man erkennt den Verlauf des Ehrenbachs an der Baumreihe unterhalb der Straße.

Der Blick ins Wiesenttal und dessen Seitentäler ist auch von dieser Stelle aus überaus sehenswert.








Besonders bekannt ist Walberla auch für seine vielen und zum Teil bizarr anmutenden Felsformationen, die schon von Weitem erkennbar sind und den Berg so einzigartig machen.
Abb.: Felsformationen


Abb.: Zwillingsfelsen

Entstanden sind die Felsen dadurch, dass zu Zeiten des Jurameeres die Ehrenbürg noch komplett mit Wasser bedeckt war und das Kalkgestein, aus dem die oberste Schicht des Berges besteht und sich nahe der Wasseroberfläche befand, teilweise Magnesium einlagerte und somit zu sogenanntem Riffdolomit wurde. Dieser Dolomit ist verwitterungsresistenter als das Kalkgestein und blieb deshalb, nach Rückzug des Jurameeres und Jahrtausenden der Verwitterung, stehen.

Mit die berühmtesten der, in der Fachsprache so bezeichneten, Dolomitstotzen des Walberlas sind die „Zwillinge“ an der Nordostseite des Berges.








Ebenfalls am Osthang des Walberlas, jedoch gut versteckt und schwer zugänglich ist das „Holl-Luch“ (Hohle Loch), in dem der Sage nach ein riesengroßer schwarzer Pudel mit feurigen Kulleraugen am Eingang einen märchenhaften Schatz bewachen soll, der diebstahlsicher in einer eisernen Truhe verwahrt ist.
Abb.: "Holl-Luch"


Abb.: Heimatfreunde-Hütte



Die Schönheit des Walberlas hat auch der Verein der Kirchehrenbacher „Heimatfreunde“ für sich entdeckt, der seit den 60er Jahren eine eigene Hütte besitzt, die idyllisch in einem alten Steinbruch am Walberla liegt. Einmal im Jahr wird dort Ende Juli eine eigene „Hüttenkirchweih“ gefeiert und sie ist auch das Ziel der jährlichen Vereinswanderung, die immer an Christi Himmelfahrt stattfindet.


Vom Walberla aus lassen sich in verschiedene Richtungen auch die Nachbargemeinden Wiesenthau und Leutenbach erwandern, sowie über den Rodenstein die Gemeinde Schlaifhausen.

Nach einer ausgiebigen Wanderung darf man es sich natürlich nicht entgehen lassen, sich bei den einheimischen Wirten mit fränkischen Köstlichkeiten verwöhnen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.